Wittlich. Fenster unserer Stadt Gemälde und Graphiken aus privatem und städtischem Besitz

28.02.2019

(Foto: Hermann Hochscheid)

Vernissage am Sonntag, dem 10. März 2019, um 11.00 Uhr in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge in Wittlich 

Ausstellung in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus
10. März bis 12. Mai 2019

„heimat/en“ lautet das Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2019, der die Wittlicher Ausstellung finanziell unterstützt. Ein Thema, das 2019 alle Menschen tangiert, diejenigen, die in ihrer Heimat leben dürfen, die ihre Heimat verließen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten oder vertrieben wurden, die eine neue Heimat suchen, die eine solche Heimat gefunden haben und die, die heimatlos sind. Und weiter stellt sich die Frage: was bedeutet „Heimat“? Ein Begriff, der in der Romantik verklärt und im Nationalsozialismus so missbraucht wurde, dass er lange Jahrzehnte völlig verpönt bzw. verkitscht war.

„Wittlich – Fenster unserer Stadt“ zeigt Gemälde und Graphiken aus privatem und städtischen Besitz. Die Arbeiten stammen beinahe alle aus dem 20. Jahrhundert und sind normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Wilhelm Terwei, Anton Scheuritzel, Hans Thomas, Ulla Hess, Hedwig Schulze, Theo Blum, Wolfgang Otten, Rudolf Schöfer, Fritz von Wille u.a. malten Wittlich im letzten Jahrhundert und schufen Dokumente der Stadt, die zum Teil heute Vergangenheit sind. Es sind Zeugnisse einer anderen Welt. Wittlich hat sich in den letzten 100 Jahren so verändert, wie sich die Erde gewandelt hat. Die Heimatstadt Wittlich des Jahres 1950 hat so viel oder so wenig mit dem Wittlich des Jahres 2019 zu tun, wie die Bundesrepublik Deutschland, wie Europa, wie die Staaten der Erde mit der Situation vor 70 Jahren. Heimat, was Beständigkeit zu vermitteln scheint, ist keine Konstante. Für Niemanden.

Für alle Wittlicherinnen und Wittlicher wird es ein Vergnügen sein, die Werke der zu ihrer Zeit bekannten und exzellent ausgebildeten Künstlerinnen und Künstler, die im Dunstkreis der „Düsseldorfer Schule“ von der Schönheit der Eifel begeistert auch nach Wittlich reisten und die Stadt malten, zu entdecken. Für Menschen, die Wittlich erst zu Ende des 20. Jahrhunderts oder später kennenlernten, zeigen sich viele Unbekannte, Gebäude, ganze Häuserzeilen, die heute nicht mehr existieren, aber auch Konstanten wie die Markuskirche, das Alte Rathaus und das Türmchen. Motive, die viele Künstlerinnen und Künstler zum Pinsel greifen ließen.

Zur Vernissage wird gerne eingeladen. Nach der Eröffnung durch den Ersten Beigeordneten der Stadt Wittlich, Herrn Albert Klein, und einer Einführung in die Ausstellung durch die Leitung des Kulturamtes und der Stadtbücherei Wittlich, Elke Scheid, sowie einem musikalischen Entrée von Theresia Zils und Thomas Bracht kann die Ausstellung „Wittlich. Fenster unserer Stadt“ in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus besichtigt werden.

Vernissage: Sonntag, 10. März 2019, 11.00 Uhr, Kultur- und Tagungsstätte Synagoge. Anschließend Ausstellungseröffnung in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus

Öffnungszeiten:
dienstags bis samstags
11.00 bis 17.00 Uhr

sonn- und feiertags
14.00 bis 17.00 Uhr

montags 
geschlossen

Weitere Informationen unter info@kulturamt.wittlich.de oder 06571/1466-0


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