Szenische Darstellung "Empfänger unbekannt"

08.08.2019

Foto: Hannelore Bähr, Manuel Klein, Michael Klein und Szenenfoto

Wie in jedem Jahr organisieren der Arbeitskreis "Jüdische Gemeinde Wittlich", das Emil-Frank-Institut und das Kulturamt der Stadt Wittlich am 9. November Veranstaltungen zum Gedenken der jüdischen Wittlicherinnen und Wittlicher, die am 10. November 1938 von Nazi-Schergen, ihren Mitbürgern, gedemütigt, geprügelt, beraubt und vertrieben wurden.

Um 17.00 Uhr beginnt die einstündige Mahnwache auf dem Marktplatz, anschließend legen der Bürgermeister und die Erste Beigeordnete am Mahnmal an der Synagoge Kränze nieder.

Die Schauspieler Manuel Klein und Michael Klein werden die Erzählung "Empfänger unbekannt" von Kressmann Taylor um 18.30 Uhr in einer szenischen Darstellung in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge, Himmeroder Straße 44 in Wittlich aufführen.

Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Ein reger Briefwechsel beginnt. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtet, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten...

Der Briefroman "Address Unknown" von Kathrine Kressmann Taylor (1903-1996) erschien 1938 in der New Yorker Zeitschrift "Story". Über 60 Jahre später wurde er auch in Deutschland und Frankreich zum Bestseller. In der szenischen Einrichtung von Hannelore Bähr begegnen sich Manuel Klein als Max und Michael Klein als Martin. Eine berührende Geschichte über den Verlust von Vertrauen und Freundschaft, die Macht des Totalitarismus - und mit einer unerwarteten Wendung!

Der Eintritt ist frei!


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