Stimmungsvolle Eröffnung der Ausstellung

22.10.2019

Dicht gedrängt saßen die vielen Besucherinnen und Besucher der Eröffnungsveranstaltung der neuen Ausstellung in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus in Wittlich zu Beginn in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge, um vieles über die Präsentation „… verloren, vergessen. Das kurtrierische Schloß Philippsfreude in Wittlich. Eine Spurensuche“ und deren Hintergründe zu erfahren.

Herr Bürgermeister Rodenkirch wies in seiner Begrüßung daraufhin, dass Schloss Philippsfreude nur einer von vielen Herrschaftssitzen war, die über die Jahrhunderte in Wittlich standen. Es gab  die geheimnisvolle keltische Fliehburg auf dem Tempelkopf, der auch Burgberg genannt wird, die prachtvolle römische Villa, einer der größten Gutshöfe nördlich der Alpen in römischer Zeit, die Neuerburg, die Burg Ottenstein und schließlich das Schloß Philippsfreude, das 1804 verschwand. Geblieben sind einzig die Namen wie „Schloßstraße“, „Tiergartenstraße“, „Ottensteinplatz“ usw.

Für die Familie sprach Georg Graf von Walderdorff und erinnerte an seinen Vorfahren, den Kurfürsten und Erzbischof Johann Philipp von Walderdorff und die über 800jährige Geschichte derer von Walderdorff. Gemeinsam mit Herrn Bürgermeister Rodenkirch lud er die Gäste zu einem Glas Walderdorffschen Wein, einem Dreiser Schloßberg, anschließend in die Städtische Galerie im Alten Rathaus ein.

Zuvor erläuterte der Kurator der Ausstellung, Herr Dr. Richard Hüttel, das Werden der Ausstellung und das Leben und Wirken Johann Philipp von Walderdorffs. Er muss ein großzügiger Mann gewesen sein, der über einen exquisiten Geschmack verfügte, Schlösser nach französischer Mode bauen und möblieren sowie vorhandene erweitern und modernisieren ließ. Er liebte die Gesellschaft, Gespräche, den Wein und die Jagd. Wunderbare Gegenstände aus seinem Besitz, Möbel, Bilder und Jagdutensilien zieren die wertvolle Ausstellung. Sein Schloß in Wittlich, hieß nicht umsonst „Philippsfreude“; der herrliche Palast nach den Plänen des französischen Architekten Jean Antoine zog ihn häufig nach Wittlich, wo er anregende und schöne Stunden verbrachte.

Wie anders hingegen sein Nachfolger, Clemens Wenzelslaus von Sachsen, der letzte Kurfürst, von dem folgender Satz überliefert ist: „Die Wittlicher sind aber überhaupt sehr üppig, wollüstig im Essen und Trinken, viele durchaus liederlich und daher wohl zu zwei Drittel verarmt und verschuldet“.

Die Ausstellung ist bis zum 9. Februar 2020 zu den üblichen Öffnungszeiten in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus zu besichtigen.

Im Rahmenprogramm werden folgende Veranstaltung angeboten:

1.    Kuratorenführung mit Herrn Dr. Richard Hüttel. Mittwoch, 30. Oktober 2019, 18.00 Uhr und Mittwoch, 13. November 2019, 18.00 Uhr

2.    Vortrag von Herrn Dr. Joachim Hupe „Burg Ottenstein in Wittlich. Spätmittelalterlicher Wehrbau und kurfürstliche Residenz“, Donnerstag, 9. Januar 2020, 18.00 Uhr

3.    Konzert mit dem Novalis Bläserquintett „Ihrer Churfürstlichen Gnaden höchster Plaisir“ am Sonntag, dem 9. Februar 2020, 11.00 Uhr (im Rahmen der Finissage)

Die Kosten liegen jeweils bei € 5 (bis 18 Jahre: frei). Eine Anmeldung wird aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl empfohlen.
Kulturamt der Stadt Wittlich, Neustr. 2, 54516 Wittlich, 06571/1466-0 oder info@kulturamt.wittlich.de

Öffnungszeiten: dienstags bis samstags: 11 bis 17, sonn- und feiertags: 14 bis 17 Uhr, montags geschlossen.


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