Aktuelles

Einladung zu Vorträgen

Zwangssterilisationen in Wittlich - Vortrag am "Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus"

Sonntag, 27. Januar 2019, 17 Uhr, Kultur- und Tagungsstätte Synagoge

Wie in jedem Jahr gedenken auch 2019 zahlreiche Einrichtungen in Wittlich am 27. Januar der Opfer des Nationalsozialismus. Um 16 Uhr wird in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul in Wittlich-Wengerohr ein ökumenischer Gottesdienst stattfinden. Im Anschluss, um 17 Uhr, laden das Kulturamt der Stadt Wittlich, der Arbeitskreis Jüdische Gemeinde Wittlich und das Emil-Frank-Institut zu einem Vortrag in die Kultur- und Tagungsstätte Synagoge in der Himmeroder Straße 44 in Wittlich ein. Thema sind in 2019 die Zwangssterilisationen in Wittlich. Der Trierer Historiker Matthias Klein, M.A., war von 2013 bis 2018 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Trier im Forschungsprojekt "NS-'Rassenhygiene' im Raum Trier. Zwangssterilisationen und Patientenmorde im ehemaligen Regierungsbezirk Trier 1933-1945", welches von der Stiftung Stadt Wittlich gefördert wurde, tätig und reichte seine Dissertation hierzu 2018 ein.

"Amtsarzt in Wittlich - Kreiskrankenhaus Wittlich - Haftanstalt Wittlich. Drei Institutionen in einer Stadt, die während der NS-Zeit aufs engste mit der Umsetzung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses verbunden gewesen sind." So skizziert der Referent seinen Vortrag, in dem er auf die Umsetzung des NS-Sterilisationsgesetzes vor Ort eingehen wird.

Matthias Klein, biographische Angaben:

  • Nach Abitur und Zivildienst Studium der Geschichte und der Katholischen Theologie an der Universität Trier und der Theologischen Fakultät Trier
  • Seit 2012 Tätigkeit am von Herrn Dr. Thomas Grotum geleiteten Forschungsprojekt "Die Gestapo Trier in der Christophstraße 1. Justiz und Polizei im regionalen Umfeld in der NS-Zeit" (Vorträge, Ausstellungskonzeption, Führungen, Magisterarbeit über das Thema "'Ganz Deutschland hört den Führer'? - 'Rundfunkverbrecher' vor den Sondergerichten in Trier"
  • März 2013: Magister Artium in Geschichte und Katholischer Theologie
  • Oktober 2013 bis Februar 2018: Wissenschaftliche Hilfskraft/Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Trier im Forschungsprojekt "NS-'Rassenhygiene' im Raum Trier. Zwangssterilisationen und Patientenmorde im ehemaligen Regierungsbezirk Trier 1933-1945"
  • Dezember 2017: Einreichung einer Dissertation über "Nationalsozialistische 'Rassenhygiene' im Raum Trier - Zwangssterilisationen und Patientenmorde im ehemaligen Regierungsbezirk Trier 1933-1945"; Disputatio abgelegt am 24. September 2018

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

 

"Der vielgestaltige Tod im Werk von Horst Janssen" - Vortrag von Dr. Jutta Moster-Hoos; wissenschaftliche Leiterin des Horst-Janssen-Museums in Oldenburg

Dienstag, 12. Februar 2019, 19.00 Uhr, Städtische Galerie im Alten Rathaus in Wittlich

Im Rahmenprogramm der aktuellen Ausstellung in der Städtischen Galerie im Alten Rathaus in Wittlich mit dem Titel "Danza Macabra - Totentänze von Horst Janssen, Tony Munzlinger, Lutz Friedel und aus alter Zeit" konnte das Kulturamt der Stadt Wittlich die Kunsthistorikerin und Horst-Janssen-Expertin Dr. Jutta Moster-Hoos für einen Vortrag in Wittlich gewinnen, der für November 2018 geplant war und verschoben werden musste. Nun kann die Leiterin des Oldenburger Museums ihre Reise nach Wittlich nachholen und am 12. Februar referieren. Horst Janssen, dessen elf Graphiken zum Thema "Der Tod und das Mädchen" die Wittlicher Ausstellung zum Anziehungspunkt der Freunde und Verehrer des Künstlers machen, gilt als einer der bedeutendsten Zeichner des 20. Jahrhunderts. Er nahm an der Biennale Venedig (1968) und der Documenta 6 in Kassel (1977) teil und erhielt viele nationale und internationale Kunstpreise. Janssen faszinierte der Tod. Wie viele andere Menschen stellte er sich die Fragen nach dem "Woher" und dem "Wohin" und bearbeitete sie künstlerisch, kunstvoll und philosophisch. Andererseits war Janssen auch ein Bewunderer junger graziler Frauen und häufig, so in den Bildern der Wittlicher Ausstellung, verknüpfte er diese beiden Motive, das Schöne, Begehrenswerte und Erotische mit dem Schrecken, dem Ende, dem Tod.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Eine Anmeldung unter info@kulturamt.wittlich.de oder 06571/146614 wird empfohlen.

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