Die römische Villa

Die Ausgrabungen von 1940 im Südflügel der Villa führten zu einer Vervollständigung des Grundrisses und zu einem besseren Verständnis des Baus. Das Gebäude ist der Biegung des nach Osten abfallenden Hanges des Mundwaldes angepasst. Seine Front ist folglich nach Osten zum Sonnenaufgang ausgerichtet und liegt fast den gesamten Vormittag im Sonnenlicht. Der 140 m lange und 28 m tiefe Baukomplex besteht aus drei Hauptteilen, die durch weite, wahrscheinlich nicht gepflasterte Innenhöfe (A und B) voneinander getrennt waren. Diese sind deshalb sicherlich als Raum für Gartenanlagen zu betrachten. Die Verbindungen der drei Raumgruppen stellten Gänge an Front- und Rückseite her, die als Säulenhallen (Portiken) gestaltet waren (10 und 11). Ergraben wurden im Wesentlichen die Untergeschoss- beziehungsweise Kellerräume der Villa. An keiner Stelle wurde ein Boden des Obergeschosses oder richtiger des  Hauptgeschosses angetroffen. Von letzterem wurden lediglich die unteren Hypokaustenestriche einiger Räume im nördlichen Badetrakt, an der Rückseite des Mitteltraktes (2-5) und an der Rückseite des Südtraktes (47-50) aufgedeckt.

 

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