Das Umfeld der Villa

Das Umfeld der Villa mit den zu erwartenden Nebengebäuden am östlichen Lieserufer konnte in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts nur sporadisch untersucht werden. Beim Bau einer Ferngasleitungstrasse von Alf nach Bitburg wurde im Juni 1980 ungefähr 250 m nordöstlich der Villa ein 8 x 5 m großes Nebengebäude angeschnitten, in dem ein 3,30 x 2,65 m großes in den Boden eingetieftes Becken mit Treppenstufen lag. Die geringe Tiefe des Beckens weist auf eine gewerbliche Verwendung hin. In der den Boden bedeckenden Brandschicht barg man Keramikfunde sowie drei bronzene Münzen des 2. bis in die 1. Hälfte des 4. Jahrhunderts.

Wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse gingen verloren, als 1987 die Firma Aldi mit der Fundamentgründung einer 25000 m2 großen Lagerhalle ca. 280 m östlich der römischen Villa begann, ohne das Rheinische Landesmuseum Trier trotz entsprechender Auflagen zu informieren. So waren bereits Mauerzüge der Umfassung im Bereich des bekannten Nebengebäudes angeschnitten und teilweise zerstört worden, ehe die Mitarbeiter des Museums vor Ort eintrafen. Sie konnten noch Reste eines Gebäudes sowie eines runden Brunnenschachtes und eine Ecke der Umfassungsmauer freilegen, die einmal den Wirtschaftsteil umgeben hatten.

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