Bauprojekt Reichsautobahn

Nicht nur von der Natur, sondern auch von der Verkehrsplanung drohte der Villa Gefahr. 1940 sah man vor, die Trasse der Reichsautobahn über die Villa zu führen und ein Brückenwiderlager im Südflügel des Baus zu verankern. Das Rheinische Landesmuseum Trier nahm die 1904 und 1907 nicht zu Ende geführten Untersuchungen wieder auf. Die Ergebnisse waren so eindrucksvoll, dass der damalige Generalbevollmächtigte für die Bauwirtschaft, Reichsminister Todt, die Verlegung der Autobahntrasse und eine Neuplanung anordnete. Die Behörden waren sogar bereit, die daraus resultierenden Mehrkosten zu tragen. Es gab Überlegungen, das Kulturdenkmal als Tourismusattraktion zu gestalten, indem es von einem Rastplatz an der Autobahn dem Besucher zugänglich gemacht werden sollte.

Zur Sicherung des Bestandes traf man nach Beendigung der Ausgrabungen verschiedene Maßnahmen, die bereits Claus Mehs eingefordert hatte. So wurde der Uferbereich befestigt und das Mauerwerk durch ein provisorisches Schutzdach gegen Wasser und Frost gesichert.

Die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs unterbrachen jedoch alle weiteren Arbeiten und verhinderten leider auch die umgeplante Ausführung der Reichsautobahn.

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