Ähnliche Villen im Trevererland

Die Bauform des Herrenhauses, der "pars urbana" der Wittlicher Villa ist im Treverergebiet nicht unbekannt. Das berühmteste Beispiel ist sicherlich dasjenige in Nennig. Wie bei der Anlage in Wittlich ist das Gebäude in drei Abschnitte gegliedert. Im Zentrum liegt der mosaikgeschmückte Empfangssaal des Großgrundbesitzers, rechts und links schließen Gärten an. Jeweils außen liegen wiederum Wohnräume. In gleicher Weise war wohl auch die Villa bei Longuich gestaltet. Von dieser ist freilich nur der linke Seitentrakt ausgegraben, doch lassen die Befunde rechts dieses Bauteils nur eine Deutung als Garten zu.

Bei anderen, ebenfalls vergleichbaren Gebäuden, zum Beispiel bei der Villa von Echternach oder Borg fehlen diese innen liegenden Gärten.

Als eine Besonderheit des Gebäudes bei Wittlich sei hervorgehoben, dass dort diese Gärten nicht von Säulenhallen und Aufenthaltsräumen umgeben sind: Jeweils nur ein einziger Gartenpavillon lädt zum Verweilen ein. Einzigartig ist auch die Form, die der Architekt gewählt hat, um das starke Gefälle des Hanges auszugleichen: Bis jetzt ist keine andere Villa bekannt, die ein Untergeschoss dieser Art oder dieser Höhe aufweist.

Nach oben