Altes Rathaus

Altes Rathaus

Nach dem Stadtbrand von 1647 wurde das Rathaus unter der Leitung des kurfürstlichen Koadjutors Carl Caspar von der Leyen, der im März 1652 Kurfürst wurde, auf mittelalterlichen Grundmauern vom Juli 1650 bis Februar 1652 in den typischen Formen des schlichten deutschen Rathauses neu aufgebaut.

Das Gebäude wurde in den Jahren 1689 und 1707 erneut durch Brände beschädigt und musste wieder hergestellt werden, wobei anstelle des Renaissancegiebels der heutige geschwungene Giebel mit der Figur des Pestheiligen und Stadtpatrons St. Rochus entstand.

1922 bis 1924 wurde das Rathaus entlang der Neustraße erweitert. Kreisbaumeister Johannes Vienken schloss sich bei seinem Erweiterungsbau an die Proportionen und die barocken Dachformen des Altbaus an, so dass eine ansprechende, geschlossene Baugruppe entstand.

Für die Fenster im Treppenhaus schuf Georg Meistermann 1954 die Glasgemälde “Die Apokalyptischen Reiter” zur Erinnerung an die Kriegszerstörungen in der Stadt.

Bis zum Jahre 1984 waren im Alten Rathaus die Büroräume der Stadtverwaltung untergebracht. Mit der ersten Ausstellung des zeichnerischen und grafischen Werkes von Georg Meistermann vom 6. Juni bis 15. August 1984 wurde das Alte Rathaus zur städtischen Galerie.

Am 11. Dezember 1994 eröffneten der damalige Bürgermeister Helmut Hagedorn und Edeltrud Meistermann-Seeger gemeinsam das Georg-Meistermann-Museum, das später in Städtische Galerie für Moderne Kunst im Alten Rathaus umbenannt wurde. Neben der ständigen Ausstellung von künstlerischen Arbeiten Georg Meistermanns werden hier in regelmäßigen Abständen Arbeiten zeitgenössischer Künstler präsentiert.

 

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