Jahresrückblick 2005

Januar 2005

Neujahrsempfang

Beim Neujahrsempfang der Stadt Wittlich am 1. Januar 2005 setzt Bürgermeister Ralf Bußmer ein deutliches Signal für die Opfer der Flutkatastrophe in Südasien und ruft zu Spenden auf. Insgesamt kommt ein Betrag von 2.000 Euro zusammen. 1.000 Euro werden einem Jungen aus Wittlich, dessen Eltern bei der Flutkatastrophe ums Leben gekommen sind, auf ein Ausbildungskonto überwiesen. Die restlichen 1.000 Euro gehen unmittelbar an die Baan Kamala School in Phuket, eine Ganztagsschule für rund 320 Kinder.

 

Der neue Außenanstrich ist das sichtbare Zeichen der seit Sommer des Jahres 2004 an der Dualen Oberschule Wittlich durchgeführten umfangreichen Sanierungsarbeiten.

Februar 2005

Duale Oberschule in neuen Farben.

Der seit über 30 Jahren das Bild der Sehlemet-Schule prägende graue Sichtbeton erstrahlt in verschiedenen, gut aufeinander abgestimmten Farben. Die Anfang der 70er Jahre errichtete Hauptschule Sehlemet, seit einigen Jahren Duale Oberschule, setzt damit neue farbliche Akzente. Neben dem Neuanstrich wurden weitere Sanierungsarbeiten in der Schule durchgeführt. Die Gesamtkosten betrugen 690.000 EUR. Weitere 500.000 EUR stehen im Haushaltsplan 2005 des Schulzweckverbandes bereit; im zweiten Bauabschnitt werden in diesem Jahr die Sporthalle und der Verbindungstrakt zur Schule saniert und der bauliche Brandschutz verbessert.

Grafik der Justizvollzugsanstalt Wittlich mit den vorgesehenen Erweiterungsbauten in der linken Bildhäfte. (Grafik: LBB, Niederlassung Trier)

Justizvollzugsanstalt

Nach 103 Jahren soll die Justizvollzugsanstalt durch einen Neubau erheblich erweitert werden. In mehreren Baukörpern unterhalb des Fallerberges sollen neben der Verwaltung und einem Justizvollzugskrankenhaus 656 neue Haftplätze untergebracht werden. In einer Einwohnerversammlung wird der erste Bauabschnitt von Fachleuten des Landesbetriebes Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) aus Trier, von Vertretern des Justizministeriums aus Mainz und der Anstaltsleitung vorgestellt. Der Baubeginn erfolgt bereits in diesem Jahr; im Oktober 2008 soll die Haftanstalt belegt werden.

Gruppenfoto: Das Dreck-weg-Team 2005. (Foto: Dieter Tennhardt)

März 2005

Dreck-weg-Tag.

Am 19. März machen sich mehr als 270 fleißige Wittlicher zur Aufgabe, ihre Stadt samt Stadtteilen von sämtlichen “Dreck” zu befreien. Es werden rund 30 Kubikmeter Abfall aus allen Teilen der Stadt zusammen getragen.


April 2005

50 Jahre Reitverein.

Vor 50 Jahren gründeten engagierte Reiter den Reitverein Wittlich. Anlässlich dieses Jubiläums bietet der Verein an zwei Wochenenden (23. und 24. April und 29. April bis 1. Mai) auf seiner Reitanlage ein großes Programm. Neben dem Turnierablauf und den Finalen der Dressur- und Springprüfungen findet ein tolles Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt statt.

Mai 2005

Hinein ins kühle Nass

Am 14. Mai öffnet das Freibad im Vitelliusbad seine Tore. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens des Bades sind zahlreiche Veranstaltungen in den Sommermonaten geplant. Neben einer Verlosung sorgen beispielsweise ein Sandburgenbauwettbewerb, ein Spaß- und Animationstag, ein Wettrutschen auf der Riesenrutsche und ein Spiel- und Sportfest für viel Spaß bei den kleinen und großen Gästen. Strahlende Gesichter vor dem Alten Rathaus in Wittlich.

 

Zehn Brautpaare geben sich hier am 05.05.05 ihr Eheversprechen. (Foto: Simone Röhr)

Vierter Hochzeitertag

Am 05.05.05 geben sich zehn Brautpaare im festlich geschmückten Sitzungssaal im Alten Rathaus das Ja-Wort. Heiraten in einem besonderen Ambiente – dafür sorgt die Stadt Wittlich auch in diesem Jahr. Pünktlich zur Veranstaltung ist auch die Broschüre “Heiraten in Wittlich” erschienen, die für alle heiratswilligen Paare eine Hilfe zur Vorbereitung ihrer Eheschließung sein soll.

“Haus der Begegnung”

Das ehemalige Unteroffizierscasino in der Kasernenstraße (Ecke Klausener Weg) wird umgebaut. Das Projekt mit dem Arbeitstitel “Haus der Vereine” ist jedoch nicht nur ein neues Zuhause für die in Wittlich ansässigen Vereine, sondern soll zu einer Begegnungsstätte für die verschiedensten Interessen und Altersstufen werden. Für das Projekt sind Kosten in Höhe von 1,7 Mio. EUR vorgesehen. Finanziert wird es mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz aus dem Programm “Soziale Stadt” und einem Zuschuss der Stiftung Stadt Wittlich.

Juni 2005

Erlebniseinkäufe

Platzkonzerte, Winzer, Motorräder, Popcorn und Kunsthandwerk runden künftig die “langen Samstage” jeweils bis 16 Uhr in der Innenstadt ab. An diesen Einkaufs- und Erlebnistagen ist das Parken für die Gäste im gesamten Stadtbereich kostenlos.

Altstadtfest

Zu einem kulinarischen und musikalischen Rundgang durch die Innenstadt lädt der Verein Stadtmarketing Wittlich e.V. die Einwohner und Besucher der Stadt Wittlich vom 17. bis 19. Juni ein. Das Altstadtfest zieht zahlreiche Besucher bei schönstem Sommerwetter in seinen Bann.

Ergänzungsparkplatz in Wengerohr

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Hans-Artur Bauckhage, Landrätin Beate Läsch-Weber, Bürgermeister Ralf Bußmer und die Leiterin des Bahnhofsmanagements Trier Iris Hannappel geben den “Park-and-ride-Parkplatz” im Industriegebiet Wengerohr offiziell frei. Der Ergänzungsparkplatz gegenüber dem Hauptbahnhof Wittlich bietet 261 PKW-Stellplätze und ist über einen Aufzug und eine Treppenanlage direkt über die verlängerte Personenunterführung an die Bahngleise angebunden. Zu den Gesamtkosten von 1,9 Mio. Euro steuerte das Land 1,3 Mio. Euro bei, der Zuschuss des Landkreises betrug 304.000 Euro.

Abbruch Kaserne

Die ehemalige französische Kaserne entlang der Umgehungsstraße verschwindet nach und nach aus dem Wittlicher Stadtbild. Das beauftragte Abbruchunternehmen wird noch einige Zeit mit dem Ausbau der Keller, dem Einreißen der letzten Kasernengebäude und dem Zerkleinern des Materials beschäftigt sein. Zurück bleiben wird eine Fläche von 18 Hektar, die für die Neuansiedlung von Gewerbebetreiben und den Bau von Wohnungen zur Verfügung steht.

Säubrenner-Stägken

Aufbauend auf das Image der Wittlicher Säubrennerkirmes hat der Verein Stadtmarketing Wittlich e.V. zusammen mit drei Metzgern aus der Innenstadt ein neues regionales Produkt entwickelt: den “Säubrenner-Stägken”. Mit der neuen Wurstkreation aus Schweinefleisch und verschiedenen Zutaten und einer angehangenen Säubrennersage sollen neue Käuferschichten im Marktsegment der genuss- und qualitätsorientierten Verbraucher angesprochen und für den Standort Wittlich geworben werden.

Sportlerehrung

Die Stadt Wittlich ehrt im Rahmen der jährlichen Sportlehrung 32 Einzelsportler und zwei Mannschaften aus 12 verschiedenen Sportarten in einer festlichen Veranstaltung im Rathaus. Bürgermeister Bußmer gratuliert den besten Sportlern des Jahres 2004 aus acht Vereinen und überreicht Urkunden und Gutscheine.


Juli 2005

Hochwasser-Warnsystem für die Lieser

Die Stadt beteiligt sich an einem grenzüberschreitenden Frühwarnsystem für Hochwasserschutz, welches von den Ländern Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxemburg initiiert wurde. Bis 2008 soll ein Frühwarnsystem an Mosel, Nahe und Neckar aufgebaut werden. Über den bestehenden Meldedienst für Rhein, Mosel, Sauer, Nahe und Lahn hinaus soll es auch Frühwarnsysteme für die Einzugsgebiete kleinerer Flüsse geben.

Umbenennung der Grundschule Jahnplatz in “Georg-Meistermann-Grundschule Wittlich”

Am 16. Juli erhält die Grundschule Jahnplatz ihren neuen Namen. Die Schirmherrschaft für das Namensgebungsfest übernimmt Alt-Bundespräsident Johannes Rau. In seinem Brief vom 6. Mai 2005 wünscht Johnannes Rau der Schule “einen fröhlichen und hellen Tag mit einem Namensgeber, dem diese Ehre zu Recht zuteil wird”.

“Die Sandburgenbauer” in Aktion (Foto Lutz Lindemann)

Sandburgenwettbewerb im Vitelliusbad

Zum ersten Mal findet auf dem Beach-Volleyball-Feld im Vitelliusbad der Sandburgenbauwettbewerb statt. Insgesamt fünfzehn Teams haben sich angemeldet. Nach der Bewertung der Jury stehen als Gewinner des ersten Preises das Team “Sand TA Maria” bestehend aus Nuhan Alp, Matthias Welther, Mario Scharfbillig und Tobias Neumann mit “Der Schuh des Manitu” fest. Auf den weiteren Plätzen folgen das Team Udo Bohn und Bernd Lieser mit “Die Reise in die Zukunft”, und das Team Stefanie Seidel, Thomas Hess, Anika Seidel und Pia Sobotte mit “Piratenburg” und Team Simona Zepp und Selly Demitras mit “Tatch Mahal”. Die Siegerehrung nimmt die Beigeordnete Elfriede Marmann-Kunz vor.

Neustraße bleibt Fußgängerzone

Der Stadtrat votiert in seiner Sitzung am 21. Oktober 2005 für den Erhalt der seit 1993 eingerichteten Fußgängerzone in der Neustraße. Sowohl der Antrag auf eine zeitlich befristete Freigabe für den PKW-Verkehr von oben nach unten wie auch der Vorschlag, den Verkehr von unten nach oben zu führen, wurde mehrheitlich abgelehnt.

August 2005

3. Wittlicher Ballonfahrer-Meeting

Am Wochenende 12. bis 14. August findet am Hotel Lindenhof das 3. Wittlicher Ballonfahrer-Meeting statt. Die Besucher erwartet neben Präsentationen von Modellballons, Livemusik und kulinarische Genüsse.
Buch “Vereine und Vereinsleben in Wittlich”.
Ein neuer Band aus der Reihe “Beiträge zur Geschichte und Kultur der Stadt Wittlich” ist auf dem Markt. Das Buch “Vereine und Vereinsleben in Wittlich” wird am 18. August 2005 in der Buchhandlung Stephanus vorgestellt und ist bei den örtlichen Buchhandlungen sowie bei der Kartenvorverkaufsstelle im Georg-Meistermann-Museum erhältlich.

Säubrennerkirmes: Zufriedenheit bei allen Beteiligten

108 Schweine lautete das schweinische Ergebnis der Säubrennerkirmes 2005. Schausteller, Standbetreiber, Musiker und das Organisationsteam der Stadtverwaltung zeigen sich mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden.

September 2005

Kegelbahn aus “Elsens Garten” Beim Museumsfest des Freilichtmuseum Bad Sobernheim wird die alte Kegelbahn, die früher im “Elsens Garten” stand und vielen Wittlichern noch als Ausflugsziel in der Himmeroder Straße bekannt ist, dem Publikum im restaurierten Zustand präsentiert.

Oktober 2005

Aussiedlerintegration im Stadtteil Bombogen

Im Rahmen des Sonderförderprogramms “Via Familia” des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit wird die Diplom-Sozialpädagogin Palina Fantes für drei Jahre eingestellt. Schwerpunkt der zu erfüllenden Aufgabe ist die soziale Integration der im Stadtteil Bombogen lebenden Kinder und Jugendlichen aus Aussiedlerfamilien.

Duale Oberschule wird Regelschule

Nachdem der Modellversuch “Duale Oberschule (DOS)”, der im Schuljahr 1996/97 in Rheinland-Pfalz gestartet wurde, erfolgreich verlaufen ist, werden 14 Duale Oberschulen in Rheinland-Pfalz zu Regelschulen. Darunter auch die Duale Oberschule Wittlich. Wer die DOS als Schulform wählt, eröffnet seinem Kind einen zeitgemäßen Bildungsweg mit Perspektiven: nach einer zweijährigen Orientierungsstufe kann die schulische Laufbahn mit der Zielsetzung Berufsreife (Hauptschulabschluss/Profilstufe I) oder qualifizierter Sekundarabschluss I (Mittlere Reife/Profilstufe II) fortgesetzt werden. Bis zur Klassenstufe neun ist ein Wechsel zwischen den so genannten Profilstufen möglich, so dass bei entsprechender Entwicklung für jedes Kind alle Wege offen sind.

Urnenwand auf dem Friedhof Burgstraße

Auf dem Friedhof Burgstraße sind Urnenbestattungen in einer Urnenwand möglich. Die neue Urnenwand befindet sich in der Nähe des Parkplatzes an der Zuwegung zum Ehrenfriedhof. Die Urnenwand bietet in 24 Urnennischen Platz für bis zu zwei Urnen je Nische im Innenkreis und 24 Nischen für die Beisetzung von bis zu vier Urnen je Nische im Außenkreis.

Haus der Vereine geht in Betrieb

Das ehemalige französische Unteroffizierscasino in der Kasernenstraße wurde von der Stadt Wittlich zum Haus der Vereine umgebaut.
Neun Wittlicher Vereine und Institutionen freuen sich über ihr neues “Zuhause” im Haus der Vereine, Kasernenstraße 37. Als erster Mieter ist im Erdgeschoss der Waldorf-Kindergarten “Brüder Grimm” eingezogen. Ihm sind mittlerweile 8 neue Nutzer nachgezogen.

November 2005

Wittlicher Weihnachtsmarkt

Der Verein Stadtmarketing Wittlich e.V. präsentiert vom 25. November bis einschließlich 18. Dezember auf dem Marktplatz wieder einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Neben weihnachtlichen Artikeln wie Christbaumschmuck, Gestecke und selbst gefertigten Holz- und Strickwaren werden kulinarische Spezialitäten angeboten. Auch in diesem Jahr haben die Organisatoren mit dem kinderfreundlichen Rahmenprogramm wie Theateraufführungen, Kutschfahrten und Weihnachtsbasteln an die Kleinen gedacht.

Pfarrkirche Sankt Markus erhält Kirchturmhahn zurück

Der restaurierte Kirchturmhahn wird am 10. November 2005 der Turmspitze der Wittlicher Sankt Markuskirche aufgesetzt. In rund 50 Metern Höhe thront der Hahn über dem Wittlicher Wahrzeichen und zeigt nun auch wieder den Wittlichern die Windrichtung an.

Grundsteinlegung für umfangreiche Erweiterung der JVA Wittlich

Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin setzt am 15. November 2005 den symbolischen Spatenstich für die Erweiterung der JVA Wittlich.
v.r.n.l. Justizminister Herbert Mertin, Bürgermeister Ralf Bußmer, Landrätin Beate Läsch-Weber und Verbandsbürgermeister Christoph Holkenbrink beim Betrachten der Planskizze der neuen Justizvollzugsanstalt Wittlich (Foto: privat). Die Planung, die Ausführung und die Finanzierung des Projektes erfolgt durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB). Die Erweiterung der Wittlicher Anstalt wird 660 neue Haftplätze im geschlossenen Männervollzug schaffen.

Kaufvertrag für neues E Center

Die Stadtwerke Wittlich und die Edeka Südwest haben Ende November den notariellen Kaufvertrag über ein städtisches Grundstück unterschrieben. Das Baugrundstück mit einer Fläche von 14.500 Quadratmetern liegt im Konversionsgebiet unmittelbar an der L 141. An dieser Stelle wird im Jahr 2006 ein E center mit einer Verkaufsfläche von 3.500 Quadratmetern entstehen.

Dezember 2005

Hauptbahnhof Wittlich ab sofort ICE-Haltepunkt

Der Bahnhof Wittlich ist seit dem 10. Dezember 2005 Haltepunkt für ICE-Züge. Ab dem Winterfahrplan der Bahn kann von dort ohne Umsteigen direkt in die Bundeshauptstadt Berlin gefahren werden.

Römische Villa sorgt für Gesprächsstoff

Der Kulturausschuss fasst einen empfehlenden Beschluss über die Behandlung der Überreste der römischen Villa am Rande des Mundwaldes. Er votiert dafür, zur langfristigen Sicherung der römischen Mauerreste in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden eine Teilerfüllung vorzunehmen. Danach wären die jetzt noch vorhandenen Mauern nur noch als Grundriss sichtbar. Für den Erhalt der Wittlicher Kulturgüter setzt sich der eigens neu gegründete “Förderverein Wittlicher Kulturgüter” ein.

 

 

 

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