Jazzclub Wittlich

Der Jazzclub Wittlich e.V. wurde 1993 gegründet und hat heute ca. 90 Mitglieder. Die Gründung im Jahre 1993 geht auf einen kleinen Kreis jazzbegeisterter Wittlich zurück. Es galt eine spürbare Lücke im kulturellen Leben der Stadt Wittlich zu schließen, die Musiksparte Jazz erstmals offiziell im Kulturangebot zu präsentieren und so das Musikangebot der Stadt um eine neue Variante zu bereichern. Die Stadt wollte das Kulturangebot privatisieren und regte an, entsprechende Vereine zu gründen. So wurde der Jazzclub ins Leben gerufen.

Zentrale Personen bei der Gründung des Jazzclubs waren neben Christoph, Hans-Dieter und Hildegard Adams, sicherlich Tony Munzlinger sowie Helmut Hagedorn und der aus Pünderich stammende, heute seit vielen Jahren in Kalifornien lebende Pianist und Professor Markus Burger.

Das Layout des Vereins wurde von dem in Wittlich geborenen und seit fast 40 Jahren in Italien lebenden Künstler Tony Munzlinger gestaltet, der 1965 sein weltberühmtes Buch "Jazz for Cats only" veröffentlicht hat.

Eine Konzertsaison beginnt normalerweise im September/Oktober eines Jahres mit einem Jazz Meeting. Mehrere Konzerte mit internationalen Künstlern schließen sich in den folgenden Monaten bis zum traditionellen Sommer Open Air des nächsten Jahres an, welches den Saisonabschluss markiert. Zusätzlich gibt es ein Konzert als "Wittlicher Bühne" mit Musikern aus der Region. Die Idee dieser Konzertreihe hatte der frühere Vorsitzende Christoph Adams. Unter dem Namen "Wittlicher Bühne" wollte der Jazzclub Musikern aus der Stadt und der näheren Umgebung die Möglichkeit geben, ihre Musik einem breiten Publikum vorzustellen und somit junge Talente fördern. Mittlerweile stellt der Jazzclub nicht nur junge Talente vor, sondern hat ein Forum geschaffen für überregional bekannte Musiker aus Wittlich und der benachbarten Region.

Bereits beim ersten Jazz Meeting konnte der Jazzclub mit Kenny Wheeler, John Abercrombie und John Taylor dem Wittlicher Publikum Künstler präsentieren, die internationale Jazzgeschichte geschrieben haben.

In den 90er Jahren folgten Künstler wie Charlie Mariano, Heinz Sauer (1994), Kenny Werner, Dewey Redman (1996), Michael Riessler, Gonzalo Rubalcaba (1997), Mal Waldron und Maria Joao (1998). Das Jahr 1999 mit John Taylor, Joey Baron, Eddi Palmieri, Paul Bley, Gary Peacock und Paul Motion stellte vielleicht so etwas wie einen Höhepunkt dar.

In den 2000er Jahren setzte sich die hohe Qualität unvermindert fort mit Künstlern wie Nils Wogram (2000), Renaud Garcia-Fons (2001), Geri Allen (2002), Nguyen Le (2003),  Joachim Kühn (2004) oder Christoph Lauer und Michel Godard (2008), Paolo Fresu und Oregon (2010) oder jüngst Paul Kuhn (2012).

Der Jazzclub Wittlich e.V. verfügt über ein besonders gutes Gespür für junge Künstler. Nicht wenige der in Wittlich gastierenden Künstler wurden erst viel später berühmt.

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